Viele Mieter erhalten in diesen Tagen die Betriebskostenabrechnung des vergangenen Jahres. Nicht selten ist die Überraschung groß – und das meist im negativen Sinn: Die Kosten für Warmwasser und Heizung, sogenannte „warme Betriebskosten“, fallen häufig höher aus als erwartet. Um für den kommenden Winter gut gewappnet zu sein, sollten Verbraucher ihre Abrechnung deswegen genau unter die Lupe nehmen.
Kontrolliert werden sollte neben dem Wärmepreis auch der
Durchschnittsverbrauch für Warmwasser und Heizung. Eine Faustregel ist
dabei: Wer mehr als 200 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter
verbraucht, muss dringend gegenlenken.
Da die Betriebskostenabrechnung aber nicht immer den Verbrauch in
Kilowattstunden angibt, sind ein paar Rechenschritte notwendig: Zur
Ermittlung des Gesamtverbrauchs wird der Brennstoffverbrauch (je nach
Brennstoff in Litern oder Kubikmetern angegeben) mit zehn
multipliziert. So erhält man ungefähr den Gesamtverbrauch in kWh.
Um zum Verbrauch pro Quadratmeter zu gelangen, teilt man diese Summe
durch die beheizte Fläche des Hauses. Angaben dazu finden sich in der
Regel unter der Rubrik „Grundkosten“ bei „(Gesamt-)Einheiten“.
Schließlich kann man statt der Gesamtfläche noch die eigene Wohnfläche
als Grundlage benutzen, um herauszufinden, ob man selbst über oder
unter dem Durchschnitt des Hausverbrauchs liegt.
Nun gilt es, den errechneten Wert ins Verhältnis zu setzen: Liegt er
weit über oder unter dem Richtwert von 200 kWh pro Quadratmeter? Auch
die Preise für die Beheizung sollten überprüft werden: Mieter sollten
ab einem Preis von circa 15 Euro pro Quadratmeter stutzig werden.
Unabhängige und qualifizierte Hilfe bekommt man vom Energieberater. Er
kann die Verbrauchswerte besser einordnen und gegebenenfalls bei der
Suche nach Stromfressern und einem günstigeren Anbieter helfen.